Die Superfrucht Avocado

Die Superfrucht Avocado

Die Superfrucht Avocado reift erst nach dem Pflücken vollständig.

Die Superfrucht Avocado reift erst nach dem Pflücken vollständig.

Die Superfrucht Avocado ist eine Pflanzenart aus der Familie der Lorbeergewächse (Lauraceae). So ist sie botanisch gesehen eine Beere und wurde früher auch Butterfrucht, Alligatorbirne (aufgrund der ledrigen Schale) oder Avocadobirne genannt.

Der Baum stammt im Ursprung aus dem topischen feuchtwarmen Regenwald von Zentralamerika und Mexiko. Man unterscheidet heute 400 Kultursorten in den Tropen, Israel, Südafrika, Australien, Peru, Südspanien (Malaga und an der Küste von Granada), Chile und Kalifornien. Im Mittelmeerraum wird sie erst seit Beginn des 20. Jahrhundert kultiviert.

Die Spanier brachten die Frucht in die Karibik, Chile und Madeira. Die birnenförmige Frucht reift dabei nicht ganz auf dem Baum, sondern erst nach dem Pflücken. So können sie monatelang ungepflückt am Baum hängen.

Seit dem 16. Jahrhundert kam die Frucht durch die Schiffe der spanischen Eroberer in die Alte Welt.

In Deutschland sind 2 Sorten sehr bekannt die Fuerte mit eine dünnen und glatten Haut, einem milden Fleisch, fein milchig und kaum wässerig und die Hass mit einer runzeligen schwarz bis violetten Haut, innen ist sie cremig und schmeckt etwas nussig.

Neue Züchtungen halten länger und schmecken besser und sollen bald die weltweit beliebte Sorte Hass ersetzen. Neue Züchtungen, wie aus Israel, benötigten vom ersten Setzling hin bis zur Patentierung einer neuen Avocadosorte rund 20 Jahre. Ca. 75.% der israelischen Zucht gegen in den Export nach vor allem Westeuropa.

Es gibt aus Israel neben der Hass, der Fuerte noch Sorten wie Arad, Ettinger, Reed oder Pinkerton. Das Land zählt weltweit zu den Top-5 Exportländern für Avocados.

Aus Israel stammen pro Jahr ca. 130.000 Tonnen Avocados im Jahr.

Es gibt zum Beispiel die Sorte Lavi die der Hass ähnelt mit sahnigem vollmundigem Geschmack und orangenem Fruchtfleisch.

Pro Jahr werden in Deutschland 70.000 Tonnen Avocados importiert (2017) im Jahr 2013 waren es noch nur knapp die Hälfte die 30.000 Tonnen.

In Südamerika ist die Frucht neben Chili und Amarant dominant vertreten unter den Pflanzen.

Die Inhaltsstoffe der Avocado

Die Avocado ist sehr fetthaltig.

Die Avocado ist sehr fetthaltig.

Gerade in den 1970er Jahren war die Avocado aufgrund ihres hohen Gehalts an Fett verschrien. So haben 100 g Fruchtfleisch 234 Kalorien und 24 g Öle.

1981 kam es zu einer cleveren Marketingkampagne von mehreren Avocado-Produzenten aus verschiedenen Ländern was der Frucht zum Siegeszug verhalf. So schilderte die amerikanische Schauspielerin Angie Dickinso welche Vorzüge die Frucht hat.

Die Frucht gilt heute als Superfrucht aufgrund ihrer Inhaltsstoffe wie 10 mg Calcium, 30 mg Magnesium, 12 mg Vitamin C auf 100 g Fruchtfleisch. Auch Vitamin B und Folsäure sind enthalten. Die Azteken nutzen die Frucht als Heilpflanze, sie hat auf 100 g immerhin 66 g Wasser, 24 g Fett, 2 g Eiweiß und 1 g Kohlenhydrate die sich auf 234 kcal summieren.

Um die Avocado zu züchten werden 1500 Liter Wasser benötigt. Eine Tomate braucht nur 180 Liter und Rindfleisch ganze 15.000 Liter, alles auf je 1 kg runter gerechnet.

Weltweit am meisten wird sie in Mexiko verbraucht mit 7,5 kg im Jahr pro Kopf, in Deutschland sind es nur 0,71 kg, in Israel immerhin 7 kg, in den USA 3,5 kg, in den Niederlande 2,02 kg und in Spanien 1,19 kg.

Allerdings enthält die Avocado viele ungesättigte Fettsäuren die dabei helfen können den Cholesterinspiegel zu senken. Auch können sie Herzleiden vorbeugen und das Leben verlängern.

Gerade wenn man Früchte aus Spanien und Israel kauft mit einem EU-Bio-Siegel ist der Wasserverbrauch verantwortungsvoll und es wird auf Pestizide verzichtet. Daher lohnt sich beim Kauf auf ein solches Siegel zu achten.

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