Zucker

Zucker

Zucker ist in vielen Speisen und Getränken gegenwärtig und führt schnell zu Übergewicht und Diabetes vom Typ 2.
Zucker ist in vielen Speisen und Getränken gegenwärtig und führt schnell zu Übergewicht und Diabetes vom Typ 2.

Zucker liefert schnell verfügbare kurzkettige Kohlenhydrate für den Körper als Energie durch den Stoffwechsel. Zuviel Zucker kann aber zu Übergewicht und Diabetes vom Typ 2 und Herz-Kreislauf-Problemen führen.

Auch gilt es die Quelle des Zuckers zu unterscheiden. So enthält Obst neben Vitaminen und Ballaststoffen viel Fruchtzucker, ähnliches gilt für Säfte, man sollte daher beides auch nur in Maßen genießen.

Ebenso sollte man versteckte Zuckerquellen aufdecken und meiden, gerade in Backwaren, Süßigkeiten, Softdrinks und auch in Cornflakes sind viele leere Kohlenhydrate in Form von Zucker enthalten. Hier gilt es diese Produkte zu meiden oder durch andere zu ersetzen wie gesundes Müsli mit Haferflocken, Softdrinks die Süßstoffe enthalten etc. Bei Süßstoffen gilt jedoch zu beachten, dass diese zwar kaum Kalorien enthalten, aber den Appetit fördern und man so mehr echten Zucker zu sich nimmt als gewollt und zunimmt.

In Deutschland werden pro Kopf gut 34 kg Zucker verzehrt der von insgesamt nur 4 Firmen geliefert wird aus 20 Fabriken. Das entspricht gut 100 Gramm pro Kopf pro Tag.

Auch aus Rüben wird Bioethanol gewonnen und fürs Tanken genutzt.

Knapp 59% der Männer und 37% der Frauen sind in Deutschland übergewichtig.

Neben Übergewicht kann Zucker auch Kariesbakterien fördern und so die Zähne schädigen.

Um den Zuckerkonsum zu stoppen setzen einige Länder auf eine spezielle Zuckersteuer. So fallen in Großbritannien 22 Pence auf 100 Milliliter Softdrink an wenn dieser mehr als 5 Gramm Zucke enthält. Bei mehr als 8 Gramm auf 100 ml sind es 24 Pence. Cola enthält beispielsweise 11 Gramm Zucker auf 100 ml.

Selbst Orangensaft hat gut 9 Gramm also 3 Stück Würfelzucker auf 100 ml.

Ebenso sind Süßigkeiten wie Kekse und Chips nicht nur fetthaltig, sondern auch stark gezuckert, Erdnussflips enthalten 3 Gramm Zucker auf 100 Gramm.

Zucker im Körper

Eine natürliche Alternative zum Zucker ist Stevia.
Eine natürliche Alternative zum Zucker ist Stevia.

Neben Haushaltszucker ist auch Traubenzucker als Energiebonbon sehr beliebt und soll kurzfristig die Konzentration und Leistungsfähigkeit steigern. Das menschliche Gehirn benötigt pro Tag gut 130 Gramm Traubenzucker für seine Aktivität. Eingelagert werden Überschüsse des Zuckers in Leber und Muskeln, diese Reserven werden jedoch bei wenig Bewegung nicht wieder als schneller Energiespeicher abgebaut.

Bezieht man mehr als 10% seines Energiebedarfes am Tages aus Zucker droht schnell eine Ablagerung von Fettdepots, da der Körper die nicht benötigte Energie in Fettreserven für schlechte Zeiten anlegt.

Gerade bei der Diät sollte man vermehrt Tee und Kaffee in ungezuckerter Form trinken, wenn Wasser einem zu fade wird.

Wird Saccharose im Dünndarm in Fruchtzucker (Fruktose) und Traubenzucker (Glukose) ausgespalten kommt es zu einen Stimmungshoch. Zucker wird auf das Belohnungszentrum im Gehrin und hebt die Stimmung. Es hat also durchaus etwas von einer ähnlichen Wirkung wie eine Droge der Verzehr eines Stückes Schokolade, es kommt zu Ausschüttung des Glückhormones Dopamin.

Kennzeichnung von Zucker

Auf Lebensmittel wird der enthaltene Zucker wie folgt gekennzeichnet:

  • Zuckerarm enthält bis zu 5% Zucker,
  • Zuckerfrei bedeutet bis zu 0,5% Zucker
  • Ohne Zuckerzusatz, kein zusätzlicher Zucker enthält nur den natürlich vorhanden wie in Säften und Smoothies
  • Light bzw. zuckerreduziert enthält gut 30% Zucker weniger als vergleichbare Produkte
  • Ungesüßt bedeutet das kein Zucker oder Süßmittel beigefügt wurde
  • ohne Kristallzucker, weniger Süß ohne Traubenfruchtsüße kann zu Verdauungsproblemen führen da hier viel Fruktose enthalten ist.

Ein Blick auf das Lebensmittelettiket kann also aufschlussreich sein.

Auch könne versteckte Zucker im Lebensmittel lauern unter den Bezeichnungen:

  • Inulin
  • Dicksaft
  • Fructextrakt/Fruchtpüree
  • Milchpulver, Vollmilchpulver, Magermilchpulver
  • Fruchtsüße, Traubensüße, Molkeerzeugnis
  • Gerstenmalz, Malzextrakt, Gerstenmalzextrakt
  • Konzentrierte Fruchtsäfte, Fruchtsaftkonzentrat

Auch hier lohnt sich ein genauer Blick auf das Etikett nicht nur während der Diät um versteckten Zucker bei der Ernährung zu meiden.

Alternativen zum Zucker

Bei den Fetten unterscheidet man gute mehrfach ungesättigte pflanzliche und weniger gute gesättigte tierische. Aber gerade der Zucker der überall in süßen Getränke etc. vorhanden ist ist eine ähnlich große Gefahr für die Gesundheit und mögliches Übergewicht. Zum einen enthalten sie viele Kalorien und regen beim Essen und zwischen den Mahlzeiten getrunken den Appetit massiv an.

Die Glyx Diät setzt auf den glykämischen Index oder auch kurz GI. Dieser gibt an wie schnell der Blutzuckerspiegel nach dem Verzehr von 50 g kohlenhydratreichen Lebensmittel ansteigt. Ein niedriger Wert ist hier besser.

  • Wer Süßstoffe wie Aspartam statt Zucker verzehrt hat zwar einen Glyx von 0, läuft aber Gefahr Heißhungerattacken zu erliegen, da Insulin ausgeschüttet wird aufgrund des süßen Geschmackes, der Körper aber keinen Zucker zum Aufspalten und Abbauen durch Enzyme vorfindet. So steigt der Heißhunger nach echtem Zucker.
  • Hier können natürliche Alternativen wie Honig mit einem Glyx von 60 und vielen Mineralstoffen und Trauben- sowie Fruchtzuckern vorteilhafter sein. Hier sollte man jedoch beim Süßen von Tee beachten, dass ab 40°C viele der Mineralstoffe und Vitamine zerstört werden.
  • Auch Stevia hat einen Glyx von 0 und ist gut 300 mal süßer als Zucker. Er kann sogar Bluthochdruck senken.
  • Weiterhin kann man natürlich süßen mit:
    Datteln und einem Glyx von 65, welche viele Vitamine, Calcium, Magnesium, Folsäure und Zink enthalten
  • Agavendicksaft wird gern als Verdickungsmittel genutzt und hat einen GI von 15 und viel Fruchtzucker, also Fruktose
  • Kokosblütenzucker oder auch Palmzucker hat ein GI von 35 kann den Blutzuckerspiegel aber deutlich schneller ansteigen lassen als gewöhnlicher Zucker
  • Xylit hat einen GI von 10 und verursacht keinen Karies und wird so gern in Kaugummis verarbeitet, er wird chemisch aus Holzfastern und Mais gewonnen und ursprünglich aus Birkenrinde gewonnen
  • Lucumapulver enthält viele sekundäre Pflanzenstoffe und Vitamine und hat eine Glyx von etwa 25
  • Brauner Zucker hat einen Glyx von 65 und unterscheidet sich außer von seiner Optik her nicht wesentlich von weißem Haushaltszucker.

Ein vollständiger Verzicht auf Zucker im Alltag kann aber auch zu innerer Unruhe, Angespanntheit, Unkonzentriertheit, Kopfschmerzen etc. führen. Sinnvoll ist es Süßigkeiten durch kleine Obst-Snacks, eine handvoll oder Nüsse zu ersetzen. Mit der Zeit verschwindet auch das aus Gewohnheit entstandene Verlangen nach übermäßig viel Süßem.

Statt zu einem Fruchtjoghurt mit geringem Fruchtanteil und viel Zucker sollte mal lieber zum natürlichen Joghurt greifen mit geringer Fettstufe.

Anstelle von Cornflakes mit viel Zucker lieber Müsli mit Haferflocken und natürlichen Zucker aus Rosinen etc.

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