Grundumsatz

Grundumsatz

Der Grundumsatz gibt an wie viel Kalorien man in Ruhe umsetzt.
Der Grundumsatz gibt an wie viel Kalorien man in Ruhe umsetzt.

Der Grundumsatz beschreibt die Menge an Kalorien die ein Mensch am Tag verbraucht und zwar in völliger Ruhe, nüchtern und bei einer Umgebungstemperatur von 28 °C.

Denn bei 28 °C benötigt der Körper keine zusätzliche Energie um die Körpertemperatur aufrecht zu halten (Indifferenztemperatur).

Der Grundumsatz ist individuell und so von Mensch zu Mensch verschieden, einige Faktoren beeinflussen ihn jedoch maßgeblich, wie die Körpergröße und das Körpergewicht.

Um den genauen Grundumsatz zu ermitteln muss neben der Außentemperatur von 28 °C die Person in völliger Ruhe sein und die letzte Nahrung vor mindestens 12 Stunden zu sich genommen haben.

Bei anderen Umgebungstemperaturen muss der Körper zusätzliche Energie aufwenden um die normale Körperkerntemperatur zu halten.

Die Körperkerntemperatur im gesunden Zustand sollte dabei 37 °C nicht überschreiten.

Gemessen wird der Grundumsatz in der Regel nach ca. 8 Stunden Schlaf. Die Messung eines Ruheenergieverbrauches muss nicht stationär erfolgen, man beachtet hierbei dem thermischen Effekt den Nahrung hat und daher liegt der Ruheenergieverbrauch ca. 10 % höher als der Grundumsatz.

Man rechnet in etwa mit 22 bis 24 kcal pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag für den Grundumsatz.

Wer also 80 kg wie hat in etwa einen Grundumsatz von 1760 bis 1920 kcal.

Alle Kalorien die diesen Grundumsatz übersteigen bezeichnet man als Leistungsumsatz, man addiert also den Grundumsatz zum Leistungsumsatz hinzu und erhält so die Summe der verbrauchten Kalorien die man auch als den Gesamtumsatz bezeichnet.

Jede körperliche Betätigung steigert hierbei den Leistungsumsatz.

Somit ergibt sich aus Grundumsatz + Leistungsumsatz = Gesamtumsatz.

Aber auch das Alter beeinflusst den Grundumsatz so sinkt dieser mit zunehmenden Alter, daher nimmt man auch im Alter zu wenn man die Essgewohnheiten nicht ändert oder sich zusätzlich bewegt.

Gesamtumsatz

Personen mit mehr Muskelmasse haben einen höheren Grundumsatz, da Muskeln mehr Kalorien umsetzen als Fett.
Personen mit mehr Muskelmasse haben einen höheren Grundumsatz, da Muskeln mehr Kalorien umsetzen als Fett.

Der Umsatz von größeren und schweren Menschen ist höher. Aber auch die Muskelmasse spielt als aktive Körpermasse eine wichtige Rolle, da diese den Grundumsatz erhöht. Man muss daher auch das Verhältnis von Muskeln und Körperfett beachten.

So liegt der Grundumsatz, bei gleichem Körpergewicht, bei dem Menschen höher der mehr Muskeln als Fett hat.

Nimmt man täglich mehr Kalorien mit der Nahrung zu als der eigene Gesamtumsatz beträgt so nimmt man auf dauer zu, da der Körper versucht die überschüssige Energie zu speichern und zwar in Körperfett.

Zu viel Körperfett sieht nicht nur unschön aus, sondern ist auf schädlich für die Gesundheit und belastet die Gelenke.

Nimmt man weniger Energie zu sich als der eigene Grundumsatz beträgt so holt sie der Körper die Energie aus körpereigenem Gewebe, dieses kann Körperfett sonder, aber auch die Muskulatur.

Leider wählt der Körper nicht automatisch das Körperfett als geeignete Quelle für die benötigte Energie. Denn die in der Muskulatur gespeicherte Energie in Form von Aminosäuren steht im schneller zur Verfügung, weiterhin verbraucht zusätzliche Muskulatur auch Energie, anders als das Körperfett. Daher versucht der Köper einen Großteil der Energie aus der vorhandenen Muskelmasse zu ziehen.

Nimmt man genügend Proteine zu wie bei der Eiweiß-Diät oder auch beim Bodybuilding so gibt man dem Körper den Grundbaustein der Muskulatur in ausreichendem Maße und signalisiert ihm, dass keine Nahrungsknappheit besteht, er kann also die Körperfette als Energiequelle angreifen.

Zusätzlich kann man durch ein intensives Training dem Körper zeigen, dass die Muskulatur benötigt wird, also nicht abgebaut werden darf.

Nutzt man die vorhandene Muskelmasse regelmäßig und führt genügend Proteine zu so bleibt die Muskelmasse erhalten und der Körper neigt stärker dazu Energie aus Körperfett anstelle aus Muskeln zu beziehen.

Der Körper kann auch in einen Hungerstoffwechsel umschwanken, dabei reduziert er den Grundumsatz um ca. 50 %. Er kann so mit weniger auskommen, dieses geschieht wenn man mindestens 3 Tage lang nur ca. 500 kcal zu sich nimmt und so unterversorgt ist.

Der Körper springt dann um in den Hungerstoffwechsel der lebensrettend sein soll in Notlagen. Möchte man also abnehmen sollte man vermeiden, dass der Köper in diesen Modus wechsel, da man mit einem halbierten Grundumsatz nur schwer abnehmen kann wenn der „Energiesparmodus“ aktiviert ist.

Es kann auch ein niedriger Grundumsatz vorliegen wenn Störungen und Krankheiten vorhanden sind. Hier spielt auch die Genetik eine Rolle.

Faktoren die den Grundumsatz beeinflussen

Faktoren die den Grundumsatz beeinflussen
Faktoren die den Grundumsatz beeinflussen

Möchte man über die Nahrung den Grundumsatz erhöhen so kann man zu scharfen Lebensmitteln greifen die Capsaicin enthalten wie in Chili, Curry oder Cayennepfeffer, denn diese regen den Stoffwechsel und so den Grundumsatz an. Nimmt man regelmäßig Scharfes zu sich so kann man den Grundumsatz bis zu 25 % steigern.

Zu den Krankheiten die zu einem niedrigen Grundumsatz führen zählt die Schilddrüsenunterfunktion, die Hypothyreose. Hier verlangsamen die Hormone den Stoffwechsel. Aber auch in der Menopause kommt es zu einer Veränderung im Hormonhaushalt der den Grundumsatz senkt. Daher nehmen Frauen in den Wechseljahren vermehrt zu.

Auch Stresshormone beeinflussen den Grundumsatz sie erhöhen ihn. Aber auch Medikamente können sich auf den Stoffwechsel auswirken.

Depressionen senken den Stoffwechsel, ebenso wie Medikamente die man zur Behandlung von Depressionen einsetzt. So dämpfen Antidepressiva den Stoffwechsel und heben das Gewicht des Patienten an.

Liegen bösartige Geschwülste vor in Form von malignen Tumoren so gilt, das diese konsumierend sind, also dem Körper Energie entziehen um zu wachsen, Patienten mit Tumoren verlieren daher häufig an Gewicht.

Mit Kalorien beschreibt man die Menge an Energie die ein Nahrungsmittel dem Köper beim Verzehr geben kann. Die benötigte Energie für den Erhalt der Körperfunktionen gewinnt man aus den Makronährstoffen der Nahrung, also den Kohlenhydraten, Eiweißen und Fetten. Der Körper verwertet diese und wandelt sie in Wärme um oder andere energiehaltige Verbindungen.

Der Grundumsatz ist individuell und von verschiedenen Faktoren abhängig und für trainierte Personen mit viel Muskelmasse höher. Ist der Grundumsatz zu gering so kann dieses ein Indiz für vorliegende Erkrankungen sein.

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