Fett schützt vor Kälte

Wer schneller friert setzt schneller Fett an?

Die Fettreserven des Braunbärens schützen ihn vor Kälte im Winterschlaf.
Die Fettreserven des Braunbärens schützen ihn vor Kälte im Winterschlaf.

Durch Gene wird die Speicherung von Fett und die Produktion von Körperwärme gesteuert. So verhindert der Körper, evolutionsbedingt, dass man schnell erfriert bei Kälte.

So steuert THADA massiv den Stoffwechsel. In einer Studie wurde dieses Gen bei Fruchtfliegen deaktiviert. Die Folge war, dass dieses Fliegen massiv mehr Nahrung zu sich nahmen und fetter wurden. Auch die Produktion von eigener Körperwärme wurde reduziert. Die Fliegen froren also schneller.

Bei Kühle begannen die Tiere im Gegensatz zu normalen Fruchtfliegen sogar zu erstarren.

Tiere mit THADA konnten sich hingegen deutlich schneller vom Kälteschock erholen.

Man fand so heraus, dass das THADA Protein beeinflusst und so wiederum Calcium welches Zellplasma in die Zellspeicher lenkt bzw. pumpt. Ohne THADA wird das Pumpen stark unterbunden. Defekte am THADA-Gen erhöhen auch das Risiko für Krebserkrankungen wie Prostatakrebs, Darmkrebs, Schildrüsenkrebs und Leukämie.

Grundsätzlich gilt Fett schützt vor Kälte. Je dicker die Körperfettschicht umso später setzt das Frieren ein. Nicht umsonst legen sich einige Tiere Winterspeck für den Winterschlaf zu.

Bewegung lässt Fett schmelzen

Aber auch der Zusammenhang zwischen Kälte und Fett lässt sich zum Abspecken nutzten. So stimuliert das braune Körperfett bei Spaziergänge bei kalten Wetter den Fettabbau wie sie hier nachlesen können. Wichtig ist jedoch nach einem Spaziergang in der Kälte nicht direkt die verloren Kalorien wieder durch Essen aufzunehmen.

Braunes Körperfett kann so bis zu 300 Mal mehr Wärme produzieren als normales.

Generell gilt es jedoch, dass jede Art von Bewegung das Körperfett schmelzen lässt wie sie im Kalorien-Rechner für verschieden körperliche Tätigkeiten selbst nachrechnen können.

 

 

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