Zucker in der Ernährung

Zucker in der Ernährung

In Maßen genossen ist Zucker nicht so ungesund wie häufig behauptet.
In Maßen genossen ist Zucker nicht so ungesund wie häufig behauptet.

Mit den Zeiten ändern sich auch die Lebensmittel und Lebensmittelbestandteil die als gesund gelten. In den 1960er Jahren propagierte man, dass die gute Butter, aß gern viel Fleisch und auch Produkte aus weißem Mehl, heute sieht man vieles anders und kritischer.

Vor Jahren galt Zucker noch als Muntermacher, Stimmungsheber und guter Energielieferant, heute macht ihn für Übergewicht und sogar Depressionen verantwortlich.

In dern 60er wurde sogar in Werbefilmen für Zucker geworben der für eine schlanke Linie sorgen sollte. Einst wurden die weißen Kristalle wie Gold gehandelt, heute meide man sie bei Low-Carb-Diäten und allgemein in der Ernährung oder ersetzt sie durch Zuckerersatzstoffe, die vermeintlich gesünder und kalorienärmer sind.

Nach der Verteufelung von Fetten ist nur Zucker der neue Buhmann. Allerdings sollte man sich nicht zu sehr einschränken, Stress, schlechtes Gewissen schlagen nicht nur aufs Gemüt und die Laune auch können sie krank machen wenn man penibel darauf achtet ob und wie viel Zucker man zu sich nimmt.

Sicherlich gilt es Kalorienbomben wie zuckerhaltige Limonaden, Fertigprodukten, Joghurts, Süßigkeiten und Softdrinks zu meiden, aber so schlecht wie sein Ruf ist Zucker nicht. Er kann nämlich tatsächlich ein guter Energielieferant sein.

Bei der Verdauung von Stärke und Milchprodukten entsteht Traubenzucker, einfacher Zucker ist eine schnell verfügbare Energiequelle für den Körper bei großer Anstrengung und Energiebedarf.

In gesunden Mengen macht Zucker in der Ernährung durchaus Sinn. So reicht auch nur etwas Zucker zum süßen von Speisen und Getränken wie Tee.

Traubenzucker gelangt in alle Zellen und kann hier umgewandelt werden und Energie frei setzen. Auch für die Hirnaktivität benötigt man täglich umgerechnet rund 130 g Traubenzucker an Energie. Nehmen wir zu viel zu uns so wird er eingelagert in der Leber und den Muskeln und steht so bei Bedarf schnell zur Verfügung.

Zuckerersatzstoffe

Neben Honig gibt es noch viele andere Zuckeralternativen in natürlicher oder künstlicher Form.
Neben Honig gibt es noch viele andere Zuckeralternativen in natürlicher oder künstlicher Form.

Neben Haushaltszucker gibt es viele Zuckerersatzstoffe, in natürlicher und chemischer Form. Doch was genau taugen sie?

Stevia gilt als natürlicher Zuckerersatz, er schmeckt etwas nach Lakritze und hat eine 300 fache Süßkraft gegenüber normalen Zucker, er ist kalorienarm und verursacht kein Karies und kann sogar den Blutdruck senken, gut anwenden kann man ihn beim Backen und in Getränken, auch in Süßigkeiten wird er zum süßen verwendet.

Xylit wurde einst aus der Birkenrinde gewonnen, heute gewinnt man ihn chemisch aus Holzfasern und Mais und er ist so süß wie Zucker, hat wenige Kalorien, verursacht kein Karies und befindet sich häufig in zuckerfreien Kaugummis und Bonbons, aber er kann in größeren Mengen verzehrt abführend wirken.

Honig ist der natürliche Ersatz für Zucker, enthält aber selbst Trauben- und Fruchtzucker, jedoch auch Mineralstoffe, diese werden ab 40 ° C jedoch zerstört, daher sollte man ihn nicht in heißen Tee etc. geben.

Agavendicksaft wird gern von der Industrie in Fertigprodukten verwendet, er enthält viel Fructose, also Fruchtzucker, aber einen niedrigen glykämischen Index, beim Verzehr von viel Fruchtzucker verfettet die Leber. Seine Konsistenz passt gut zu Marmeladen, Desserts und Getränken, es handelt sich um den eingekochten Saft von Agaven die meist aus Mexiko stammen.

Reissirup ist frei von Fruchtzucker und somit auch bei einer Unverträglichkeit gegenüber Fruchtzucker gut geeignet, er ist ein Mehrfachzucker und wird daher im Darm langsamer verdaut und eignet sich gut zum Süßen. Er schmeckt leicht nach Honig und wird aus Reis, Enzymen und Wasser gewonnen.

Aspartam findet man ihn vielen zuckerfreien Softdrinks, Cola etc. er ist 200 mal süßer als Zucker, es kommt jedoch durch ihn zu Heißhunger, da der Körper auf mehr Kalorien wartet, aufgrund des süßen Geschmacks, die aber ausbleiben. Er verursacht kein Karies.

Brauner Zucker ist braun, aber sonst sehr ähnlich zu normalem weißen Zucker, in ihm sind in geringen Mengen auch Mineralstoffe enthalten. Er eignet sich gut zum Backen, Kochen und süßen in Getränken und überall dort wo man normalen Zucker sonst verwendet.

Kokosblütenzucker ist als Palmzucker ähnlich kalorienreich wie gewöhnlicher Haushaltszucker, er hat jedoch einen geringeren glykämischen Index und lässt den Blutzucker nur wenig steigen.

Dattenl sind nicht nur lecker als Snack, sie enthalten auch viele Vitamine und Mineralstoffe wie Calcium, Magnesium, Folsäure und Zink. In ihnen sind rund 63 % Zucker enthalten, man kann sie gut zum Backen nutzen oder in Müslis.

Lucumapulver enthält sekundäre Pflanzenstoffe und Vitamine, man kann ihn gut verarbeiten, er ist gut löslich und passt  so gut in Smoothies, beim Backen und in Desserts.

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