Rohkost

Rohkost

Eine Diät die auf Rohkost setzt stellt ganz klar Gemüse und Obst in den Mittelpunkt des Ernährungsplanes und zwar in roher Form. Also nicht weiterverarbeitet oder gar gekocht.

Besonders gut geeignet zum rohen Verzehr sind Salate, Tomaten, Mais, Kohlrabbi, Möhren, Gurken, Paprika Sellerie, Nüsse und die meisten Gemüse- und Obstsorten.

Die Diät ist also recht unspektakulär und erfordert keinen Aufwand beim Kochen. Nur gut abgewaschen werden sollte das Obst und Gemüse vor dem Verzehr um Bakterien und Keime zu entfernen.

Auch Getreide und Haferflocken können unbehandelt verzehrt werden in Müslis etc.

Ein weiterer Vorteil ist, dass das Gemüse ungekocht am meisten Vitamine enthält. Wird es nämlich gekocht werden auch viele Vitamine zerstört.

Probleme der Ernährung mit Rohkost

Mit Rohkost bezeichnet man im Allgemeinen unerhitzte Nahrung pflanzlicher Herkunft.
Mit Rohkost bezeichnet man im Allgemeinen unerhitzte Nahrung pflanzlicher Herkunft.

Allerdings sind nicht alle Gemüsesorten roh genießbar. So kann man z.B. Kartoffeln nicht roh essen, dieses würde zu Fieber führen aufgrund der in ihnen enthaltenen Stärke, die nur gekocht bekömmlich ist.

Ähnliche Probleme ergeben sich auch bei Hülsenfrüchten die im rohen Zustand bei der Verdauung die Zersetzung von Eiweiß verhindern. Auch Getreide ist gebacken, im Brot, etc. besser verdaulich für den Körper. Auch Milcheiweiße können vom Körper besser aufgenommen werden wenn man sie erhitzt oder mit Säuren versetzt.

Auch kann es zu Mangelerscheinungen kommen wenn man sich nur von Rohkost ernährt, wenn man gänzlich auf Nahrung tierischer Herkunft verzichtet. So werden die Mineralstoffe Jod, Kalzium, Zink sowie die Vitamine B2, B12 und D nicht in ausreichend großen Mengen aufgenommen.

Ebenso werden Proteine und Omega-3-Fettsäuren durch Rohkost-Ernährung vernachlässigt.

Die vielen Ballaststoffe die in der Rohkost enthalten sind können zu dem Blähungen, Durchfall und Völlegefühle verursachen.

Bei der Definition des Begriffes Rohkost ist allerdings neben unerhitzter pflanzlicher Nahrung ebenso Nahrung aus tierischer Herkunft mit inbegriffen. So gehört auch kaltgeräucherter Fisch und Fleisch, roher Fisch wie Sushi oder rohes Fleisch wie Tatar zur Rohkost. Auch in Essig oder Milchsäure eingelegtes Gemüse zählt zur Rohkost.

Im deutschen Sprachgebrauch verwendet man den Begriff „Rohkost“ jedoch häufig ausschließlich für unerhitzte Nahrung aus pflanzlicher Herkunft.

Auch gibt es Abwandlungen der Rohkost. So geht die Urkost nach Franz Kost von einer verstärkten Ernährung von wilden Kräutern und Wildgemüsen aus wie Brennessel, Ampfer und Löwenzahn. Auch Diäten wie Fit for Life setzten auf eine vegane Ernährung mit Rohkost und kombinieren diese mit dem Trinken von destiliertem Wasser und Orangensaft.

Schwangere, Kleinkinder und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem sollten von einer Ernährung mit Rohkost absehen.

Die deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt zur Gewichtsabnahme einen erhöhten Anteil an Rohkost bei der Ernährung. Sogar das metabolische Syndrom kann verhindert werden durch Rohkost.

Das metabolische Syndrom

Rohkost kann das Risiko von Herzkrankheiten senken.
Rohkost kann das Risiko von Herzkrankheiten senken.

Das metabolische Syndrom welches auch als tödliches Quartett bezeichnet wird oder als Syndrom X sowie Reaven-Syndrom gilt als Risikofaktor für Erkrankungen an den Arterien sowie koronaren Herzkrankheiten. Ähnliches gilt für das Rauchen. Das metabolische Syndrom umfasst die 4 Faktoren:

  1. Bluthochdruck
  2. Abdominelle Fettleibigkeit
  3. Insulinresistenz oder gestörte Glukosetoleranz also Hauptursache für die „Altersdiabetes“ der Diabetes mellitus Typ 2
  4. sowie eine Fettstoffwechselstörung mit Hypertriglyzeridämie und erniedrigtem HDL-Cholesterin.

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