Gute und schlechte Fette

Gute und schlechte Fette

Fett ist nicht generell ungesund.

Fett ist nicht generell ungesund.

Gute und schlechte Fette, welche sind gesund, welche sollte man meiden? Können Omega-3-Fettsäuren vor einem Herzinfarkt schützen? Machen Fette aus Butter, Käse und Speck dick?

Generell ist nicht Fett gleich Fett genauso wie nicht jeder Zucker gleich ist. Grüne Oliven haben auf 100 Gramm 14 g Fett, hiervon 11,3 g ungesättigte Fettsäuren.

Vor allem wenn sich das Fett am Bauch des Menschen ansammelt drohen neben der Gewichtszunahme schwere Folgeerkrankungen des Herzens, des Kreislaufsystemes oder Diabetes.

Die Avocado gilt als gesund und hat 24 g Fett auf 100 Gramm was sie zur fettreichsten Frucht der Welt macht.

Viele fettreduzierte Produkte enthalten stattdessen mehr Zucker, denn Fett ist ein Geschmacksträger der durch Zucker in den vermeintlichen Light-Produkten kompensiert wird.

Leinsamen können bei einer Diät als Quellstoff fungieren und machen so satt. Zu dem enthalten sie 45 % Fett und sie helfen der Verdauung.

Walnüsse haben 13 Gramm auf nur 20 Gramm, gesättigt sind hiervor nur 1,3 g.

Sesam enthält 50 % Fett, insbesondere ungesättigte Fettsäuren. Ein Ei der Größe M enthält 7 g Fett und 0,25 g Cholesterin von denen man das meiste im Eigelb wieder findet.

Ungesättigte Fettsäuren sind schon bei Zimmertemperatur flüssig wie Öle in Flaschen, die eher ungesunden gesättigten findet man in Butter oder Margarine wieder und sind noch bei Raumtemperatur fest.

Fette sind wichtig für den Körper

Kombinationen aus viel Fett und Kohlenhydraten zeitgleich sollte man meiden.

Kombinationen aus viel Fett und Kohlenhydraten zeitgleich sollte man meiden.

Vor allem gesättigte Fette werden in der Regel gemieden, da sie den Cholesterinspiegel negativ beeinflussen. Sie sind jedoch ein wichtiger Bestandteil der Zellmembranen, man findet es in den Bläschen bzw. dem Sekret der Lungenbläschen und sie dienen dem Körper als Enegielieferant. Man sollte sie also keinesfalls gänzlich meiden.

Es sollte jedoch vermieden werden die gesättigten Fette zusammen mit Kohlenhydraten zu verzehren. Also als Süßigkeit, als Toast mit Marmelade etc.

Denn hier hat die Ernährung Einfluss auf das Belohnungszentrum im Gehirn. Außer der Muttermilch enthält nämlich sonst kein natürliches Lebensmittel gleichzeitig viel Fett und Kohlenhydrate. Man erliegt sonst leicht der Versuchung noch mehr und zuviel energiereiche Nahrung zu essen.

Transfette gelten auch als ungesund, es handelt sich um Fettsäuren die chemisch gewandelt sind bzw. die gehärtet wurden. Margarine wurde so früher streichfester gemacht, man findet sich in vielen Fertigprodukten wie Pizza, Pommes etc. Auch in der Fritteuse können sie entstehen und in einer Pfanne mit Öl. In die Milch können sie durch den Pansen der Kühe gelangen.

Häufig gilt ein erhöhter Cholesterinwert  dafür, dass durch in die Arterien verstopft werden. Man findet Cholesterin in tierischen Zellen als kugelförmige Gebilde den Lipoproteinen. Hier gibt es die LDL, also die Lipoproteine mit geringer Dichte die sich an den Wänden der Blutgefäße ablagern können und die HDL also Lipoproteine mit einer hohen Dichte die eine Arterienverkalkung verhindern können. Allerdings wird das Verhältnis von LDL und HDL eher genetisch gedingt als durch die Ernährung.

Ebenso braucht man nicht auf Eier verzichten, denn das enthaltene Cholesterin wird ohne hin wieder ausgeschieden, wenn man sehr viele Eier ist. Es ist sogar wichtig für den Körper zur Synthese von Hormonen wie Testosteron oder Östrogenen und der Gallensäure.

In gesunden Maßen können vor allem gesunde, ungesättigte Fettsäuren sehr wertvoll für die Ernährung sein. Selbst Rinderfett ungesättigte Fettsäure, die Palmitoleinsäure die antibakteriell wirkt.

Wieso Fette wichtig für den Körper sind

Die Avocado enthält viele gesunde Fette die den Stoffwechsel fördern.

Die Avocado enthält viele gesunde Fette die den Stoffwechsel fördern.

Fette haben meist einen schlechteren Ruf als angebracht, so macht Fett nicht automatisch dick. Er ist sogar wichtig als Energielieferant, für die Aufspaltung in Fettsäuren aus denen in den Darmzellen und in der Leber neue Hormone gebildet werden. Wichtig ist, dass man vermehrt gesunde Fette zu sich nimmt und Fett nur in Maßen in den Speiseplan integriert. Als Geschmacksträger macht er Nahrung auch erst richtig schmackhaft und ist so für den Genuss wichtig. Ebenso können einige Vitamine wie die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K erst durch das Fett in das Blut aufgenommen werden.

Ebenso polstert Fett die inneren Organe vor Stößen. Die Nervenzellen sind mit fetthaltigen Biomembranen umhüllt und können so erst die Impulse schnell weiterleiten.

Funktionelle Lipidomik beschreibt die Untersuchung von Lipiden, also Fette die großen Einfluss auf altersbedingte Stoffwechselerkrankungen, Krebsentstehung und neurodegenerativen Erkrankungen haben.

Bioaktive Fettsäuren können die Nervenzellen im Gehirn angreifen und so wird die Weiterleitung von Impulsen im Gehirn verstärkt. Es drohen psychiatrische Erkrankungen wie Schizophrenie.

Ist das Körpergewicht leicht erhöht bzw. hat ein mittleres Maß steigt statistisch gesehen sogar die Lebenserwartung. Problematisch wird erst starkes Übergewicht bzw. Adipositas. Da Fettzellen Botenstoffe aussenden können sie auch zu entzündlichen Prozessen im Körper führen und Krankheiten wie Diabetes enstehen lassen.

Wer vermehrt Kohlenhydrate zu sich nimmt, verringert sogar die Lebenserwartung, Fett kann also, in einem vernünftigen Maß, für ein langes Leben sorgen. Sardellen haben auf 100 g rund 2,3 g Fett und so als mittelfetter Fisch auch 694 mg Omega-3-Fettsäuren.

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