Fettabsaugen

Fettabsaugen kann als operativer Eingriff zur Gewichtsreduktion durchgeführt werden.
Fettabsaugen kann als operativer Eingriff zur Gewichtsreduktion durchgeführt werden.

Wie kann man durch Fettabsaugen abspecken? Welche Risiken gibt es beim Fettabsaugen? Wann ist eine Fettabsaugung empfehlenswert?

Die Fettabsaugung, auch Liposuktion genannt, ist eine drastische operative Maßnahmen, um Gewicht abzubauen. Schon 1972 wurde die erste Fettabsaugung erfolgreich durchgeführt.

Heutzutage ist die Fettabsaugung eine der meist gewünschten Schönheitsoperationen der plastischen Chirurgie.

Dabei hat sich die Technik verbessert, bei der ersten Absaugung von Fett im Jahr 1972 und wurde Lipexhairese genannt bei der Fettgewebe brutal herausgerissen wurde. Es kam zur Bildung von Wundflüssigkeit unter der Haut (Serome) und starken Schmerzen.

Heute ist die Fettabsaugung deutlich schonender und mit weniger Risiken verbunden. Aber noch immer kann es zu Nebenwirkungen und Risiken kommen wie beispielsweise Komplikationen bei der Narkose, Blutungen, Infektionen, Schmerzen. So kommt es in Deutschland jedes Jahr zu gut 5 Toten pro Jahr beim Fettabsaugen.

Häufig dient das Absauge von Fett ästhetischen Gründen.
Häufig dient das Absauge von Fett ästhetischen Gründen.

Fettabsaugen kann bei jedem Eingriff nur begrenzt von der Menge durchgeführt werden.

Häufig nutzt man sie zum Abbauen von Problemzonen wie den Reiterhosen etc., wenn man bereits durch Ernährungsumstellung und Sport bereits abgenommen hat.

Häufig stehen ästhetische Gründe im Vordergrund und nicht nur die reine Gewichtsreduktion. Gerade an Oberschenkeln, Bauch, Po und Taille werden Fettabsaugungen, Halsbereich (Doppelkinn) durchgeführt.

Heute nutzt man zum Absaugen von Fett die Tumeszenzästhesie, hierbei wird eine betäubende Flüssigkeit unter die Haut gespritzt, welche von den Fettzellen aufgenommen wird und das Fett besser vom Bindegewebe trennen lässt.

Es wird so eine Fettzellen-Tumeszenzlösung gebildet, die über eine Kanüle mit Saugschlauch entfernt wird. Dabei kommt es zu Wunden und Einschnitten die nach der Operation gut 4 bis 6 Wochen lang mit Kompressionsmieder behandelt werden.

Liposuction mittels Ultraschall

Bei der ultraschall-asisstierten Liposuction wird der Ultraschall als mechanische Welle genutzt in Form einer hochfrequenten Schwingung. Man spritzt hier wie bei der Tumesenzanästhesie eine Flüssigkeit unter die Haut. Hier nutzt man jedoch eine Mischung aus Wasser und Salz. Diese weicht das Fettgewebe auf und lässt dieses Wasser aufsaugen. Dann wird ein Schnitt gesetzt in den die Ultraschallsonde hineingeführt wird. Durch den Ultraschall implodieren die Fettzellen und können abgesaugt werden. Bei diesem Verfahren wird allerdings auch gesundes Gewebe in Mitleidenschaft gezogen.

Laser-Lipolyse

Bei der Laser-Lipolyse nutzt man einen Laser für das Entfernen von Fett. Die Vedickungen (Lipome) im Fettgewebe werden durch hochfrequente Laserstrahlen entfernt. Auch hier wird gesundes Bindegewebe mit geschädigt.

Komplikationen

Neben Komplikationen muss man auch mit hohen Kosten rechnen.
Neben Komplikationen muss man auch mit hohen Kosten rechnen.

Neben Komplikationen bei der Narkose treten auch in der Nachbehandlung mitunter Probleme auf. So kann es zur Bildung von Viszeralfett kommen, also von Fettablagerungen in der Bauchhöhle welches nicht sichtbar ist. Gerade wenn man Fett an Fett an unbedenklichen Stellen wie den Reiterhosen entfernt.

Auch kann es zu einer Verlagerung der Fettdepots am Körper kommen, wenn man vorhanden Fettpolster entfernt.

Wird neben dem operativen Eingriff nicht die Ernährung umgestellt und Sport getrieben können sich auch an den behandelten Stellen erneut Fettzellen anlagern. Es ist also nicht wahr, dass einmal abgesaugtes Fett nicht wieder kommen kann.

Das Absaugen von Fett ersetzt also eine gesunde Ernährung, Sport und Diät nicht.

Zur Nachbehandlung von einst stark übergewichtigen Personen kann es jedoch hilfreich sein, wenn in sehr kurzer Zeit viel Gewicht abgebaut wurde und es zu Bauchschürzen gekommen ist, also Hautlappen durch das schnell Abnehmen die meist operativ entfernt werden.

Mitunter dient das Absaugen auch dem behandeln von Problemzonen wie den Reiterhosen, wenn diese durch Sport und Diät nicht weiter minimiert werden können.

Es handelt sich allerdings auch hier nicht nur um kosmetische Eingriffe, sondern ernst zu nehmende Operationen mit Risiken. Auch sind die Operationen kostspielig. Häufig werden sie aus Kostengründen im europäischen Ausland vorgenommen, um Kosten zu sparen. Hier gilt es mit Bedacht seriöse Ärzte zu finden.

Kosten

Die Kosten für die Entfernung eines Doppelkinnes belaufen sich auf gut 1500€, Fettentfernung an Taille, Oberbauch und Unterbauch auf ca. 4000€, bei einer Reiterhose muss man mit 4000€ rechnen. Ähnlich wie bei Eingriffen an den Oberschenkeln mit 4000€ und 2000€ an den Hüften.

Krankenkassen übernehmen die Kosten bei Eingriffen ästhetischer Natur nicht.

Häufig dienen die Operationen der Steigerung des eigenen Selbstwertgefühles oder weil einem Schönheitsideal aus TV, Film, Medien, Prominenten nachgeeifert wird  oder dem Partner zur Liebe.

Wichtig ist es den Eingriff durch erfahrene Ärzte durchführen zu lassen inklusive betreuter Nachbehandlung, um verpfuschte Schönheits-Ops zu verhindern.

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