Nackenschmerzen

Nackenschmerzen

Nackenschmerzen können verschiedene Ursachen haben.
Nackenschmerzen können verschiedene Ursachen haben.

Nackenschmerzen können unspezifisch und ungefährlich sein, aber auch bedingt durch Rheuma, Meningitis etc. und chronisch werden.

Typisch für Nackenschmerzen sind Symptome wie ziehen, drücken und brennen im Nacken. Der Schmerz scheint von den Halswirbeln auszugehen.

Bedingt sind sie häufig durch falsche Haltung am Schreibtisch, vor dem PC oder auch durch die gebückte Haltung bei Nutzung von Smartphones.

Dabei treten sie vermehrt bei Frauen auf. So erleiden ca. 25 % der Frauen und 15 % der Männer einmal im Jahr Nackenschmerzen.

Nackenschmerzen können ausstrahlen, sie strahlen so die Schmerzen in die Arme, den Brustkorb und die Schultern. Auch andere Symptome wie Schwindel, Schluckbeschwerden und Ohrengeräusche sind möglich.

Das Halswirbelsäulen-Syndrom oder Zervikalneuralie vom Lateinischen „cervix“ für Hals und Nacken das durch die Zivilisation gefördert wird durch Haltungen vor dem Computer, Tablet, Smartphone etc. und in ca. 4 % der Fälle der Anlass für den Hausarztbesuch ist.

Die Beschwerden belasten dabei den ganzen Körper, so schränken sie in der Bewegung ein und verändern sie. Die Muskeln werden monoton belastet und ermüden so eher, der Kopf lässt sich nicht mehr in eine Richtung drehen, die Koordination leidet, Fehlstellungen der Wirbelsäule können die Folge sein. Es kann zum Abbau der kleinen Muskel kommen die die Wirbelsäule stabilisieren, bei körperlicher Aktivität kommt es dann durch die äußeren stärkeren Muskel zu Schmerzen die einem Muskelkater ähneln.

Durch gezielte Bewegungen, progressive Muskelrelaxion (willentliche Anspannung und Entspannung von Muskelpartien) und Entspannungen können die Ursachen behoben werden.

Neigt man den Kopf nach vorn, wie beim Lesen vom Smartphone lastet ein hohes Gewicht auf die Halswirbelsäule (Handynacken). Bei einem Winkel von 60° sind es 27 kg. Schon bei nur 15° Neigung nach vorn sind es zusätzliche 12 kg. Aber auch andere Körperpartien werden durch die Nutzung von Smartphones in Mitleidenschaft gezogen wie Hände und Unterarme. Vor allem die Daumen sind beim Tippen auf die Touchscreens sehr belastet. Es drohen Sehnenscheidenentzündungen über den ganzen Unterarm, Karpaltunnel-Syndrom etc. Am Smartphone hat man meist eine 45° Neigung des Kopfes nach vorn was eine Belastung von 22 kg bedeutet für die Halswirbelsäule, Sehnen und Muskeln.

Nackenübungen, Lockerungen, das leichte nach hinten Stecken können helfen.

Was bei Nackenschmerzen hilft

Übungen können Nackenschmerzen vermeiden.
Übungen können Nackenschmerzen vermeiden.

Zur Haltung und Drehung des Kopfes sind 44 Muskeln nötig, häufig bauen bei chronischen Nackenschmerzen die inneren Muskeln ab und die großen Stränge übernehmen ihre Arbeit, ermüden schnell und Schmerzen sind die Folge.

Der Kopf wird von 7 Halswirbeln getragen, hier verlaufen viele wichtige Nervenstränge und machen das Gebiet anfällig für Störungen und Schmerzen.

Der erste Halswirbel ist der Atlas, in ihn ragt der Zahnfortsatz des zweiten Halswirbels, der Axis. Beide werden nur von Bändern verbunden und ermöglichen eine gute Drehung des Atlas. Bewegungen wie das Nicken gehen vom Schädel aus der wiederum auf den Gelenkflächen des Atlas aufliegt.

Häufig ist die eigentliche Halswirbelsäule symptomfrei, die Schmerzen gehen von den Muskeln aus. Operationen sollten daher vermieden werden. Durch Bewegung können die Schmerzen in vielen Fällen gelindert werden. Die häufigste Ursache ist nämlich mangelnde Bewegung.

Übungen für das Gleichgewicht, die tiefere Muskulatur im Halsbereich können dabei helfen dauerhaft gesund zu bleiben. So können einfache Übungen dabei helfen die Muskulatur fit zu halten.

Ein Neigen des Kopfes nach links und rechts, das Senken nach vorn oder das Drücken des Kinn in Richtung Kehlkopf können solche einfache Übungen zur Stärkung der Nackenmuskulatur sein.

Auch kann man sich auf einen Stuhl setzen leicht in sich zusammen sacken und anschließend wieder gerade aufrichten. Weiterhin kann man sich mit dem Bauch auf den Boden legen und die Arme u-förmig nach oben hin ablegen und diese dann mehrfach nach oben heben und dabei kurz die Spannung halten.

In der Seitenlage legt man den Kopf auf einem Arm ab und hebt den Kopf vom Ellenbogen weg nach oben und wieder nach unten.

Ebenso kann man sich auf einen Stuhl setzen, aufrecht und mit beiden Armen und je einer gehalten Hantel die Arme nach vorn ausgesteckt mehrfach auf und ab bewegen.

Kommt es einmalig zu Schmerzen so sollte man sich nur ein paar Tage lang schonen und dann wieder belasten, um Rückentwicklung der inneren Muskulatur zu verhindern.

So können Aerobic und Kraftsport dabei helfen die Muskeln zu stärken. Auch schüttet der Körper dabei schmerzlindernde Stoffe aus und es kommt zu einer veränderten Schmerzschwelle der Nackenmuskulatur.

Im Alter können auch die Bandscheiben leicht vorquellen und es zu Auswüchsen an den Wirbeln kommen.

Orthopäden, Schmerzpsychotherapeuten oder auch Physiotherapeuten können dabei helfen der eigentlichen Ursache auf den Grund zu kommen, ebenso wie die Aufnahmen von Radiologen.

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