Im Schlaf abnehmen

Im Schlaf abnehmen wie geht das?
Im Schlaf abnehmen wie geht das?

Im Schlaf abnehmen klingt verlockend. Doch kann man tatsächlich einfach durch hinlegen und ausruhen an Gewicht verlieren? So gibt es einige Diäten die dieses versprechen. Das Konzept kann unter Einhaltung einiger Regeln durchaus aufgehen.

Man nutzt hier den Biorhythmus aus so kann der Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme und die Zusammensetzung der Nahrung mit entscheidend sein.

Durch Insulin, ein Hormon der Bauspeicheldrüse wird die Zuckerverwertung im Körper bestimmt. Dabei hilft Insulin den im Blut vorhandenen Zuckermolekülen in die Köperzellen einzuwandern. Ist der Insulinspiegel erhöht wird die Verbrennung von Fett gehemmt und es kommt zur vermehrten Einlagerung von Fett in das Körpergewebe. Der Zucker in den Zellen dient als Energielieferant für Prozesse in den Zellen. Durch eine Insulin-Trennkost versucht man die Ausschüttung des körpereigenen Hormonsinsulin gering zu halten, damit das Abnehmen gelingen kann und die Fettverbrennung in Gang kommt.

Man vermeidet Lebensmittel mit vielen Kohlenhydraten, Sacchariden und meidet Kohlenhydraten zu bestimmten Tageszeiten. Zu bestimmten Tageszeiten und bei großer körperlicher Anstrengung benötigt der Körper nämlich durchaus Kohlenhydrate als Energielieferant. Wie zum Beispiel morgens, beim Sport, aber gerade in der Nacht beim Schlaf wird nicht viel Energie benötigt.

Auch kommt es zu einer entschlackenden Wirkung und Regeneration in der Nacht. So werden Stoffwechselprodukte eingelagert wurden in der Nacht aus dem Körper abtransportiert.

Wer also am Abend auf Kohlenhydrate verzichtet kann den Körper besser entschlacken und die Fettverbrennung ankurbeln.

Zuckerarten

Es werden 4 Zuckerarten unterschieden.
Es werden 4 Zuckerarten unterschieden.

Dabei ist jeder Zucker nicht gleich. Man unterscheidet 4 Zuckerarten:

  1. Den Einfachzucker (Monosaccharide), diese Kohlenhydrate bestehen aus nur einem Zuckermolekül. Zu diesen gehören Traubenzucker (Glucose), Fruchtzucker (Fructose) sowie Schleimzucker (Galactose). Viele Produkte nutzen den Einfachzucker, beispielsweise den Traubenzucker als D-Glucose in Produkten wie Dextro Energy oder auch in Schokolade, Lutschbonbons und gepresstem Traubenzucker der bekanntermaßen besonders schnell ins Blut geht und Energie freisetzen soll oder auch in EneryDrinks und SportDrinks wie Powerrade etc.
  2. Der Zweifachzucker (Disaccharide) besteht aus 2 Zuckermolekülen, also aus zwei Einfachzuckern, zu ihnen gehören Milchzucker (Lactose), Malzzucker (Maltose) oder Rohr- und Rübenzucker (Saccharose). Man nutzt den Malz- und Rohrzucker in der Lebensmittelindustrie gern für Süßungsmittel. Die Lactose kommt in Milchprodukten häufig vor. Ziegen- und Kuhmilch haben zwischen 4,3 und 4,6 % Lactose, Eselsmilch sogar 7% und Kamelmilch 5 %, sie schwankt also abhängig von der Milchart. In Joghurt, Sauerrahm etc. findet man weniger dieser Kohlenhydrate vor mit nur ca. 3 %.
  3. Die Mehrfachzucker (Oligosaccharide) können unterschiedlich aufgebaut sein, aus 3 bis 10 Einfachzuckern. Abhängig von der genauen Anzahl unterscheidet man sie weiter als Dreifachzucker wie Trisaccharide (Raffinose) oder Vierfachzuckern wie Stachyose oder Tetrasaccharide sowie Fünffachzuckern den Pentasachariden wie Verbascose. Diese Vielfachzucker schmecken, anders als die Einfach- und Zweifachzucker nicht süß, sondern mehr mehlig. Man findet sie in Gemüsesorten wie Hülsenfrüchten, Kürbis oder Getreide wieder.
  4. Die Vielfachzucker (Polysaccharide) bestehen aus mindestens 11 Einfachzuckern , bekannte Vertreter sind tierische Stärke (Glykogen), Pektinstoffe (Pektin), pflanzliche Stärke (Amylose), Zellfasterstoffe (Cellulose) oder Hüllstoffe (Chitin). Auch sie schmecken eher mehlig bis kalkig. Stärke und Pektin kommen in Kartoffeln, Nüssen und Gemüse sowie Getreide vor, aber auch in tierischen Nahrungsmitteln. Glykogen kommt beispielsweise in Tierleber vor. Chitin findet man in der Schale vieler Meerestiere wie Krebsen, Fischschuppen oder Muscheln und auch in Pilzen.

Die Polysaccharide enthalten viele Ballaststoffe. So ist die Cellulose ein reiner Ballaststoff für den Körper. Er kann nicht vom menschlichen Organismus aufgespalten werden. Gerade beim Abnehmen im Schlaf kann er daher besonders vorteilhaft sein.

Möchte man im Schlaf abnehmen so gilt es zum einen auf Kohlenhydrate am Abend zu verzichten und sich generell mit den verschiedenen Arten auseinander zu setzen.

Besonders naturbelassene, natürliche unverarbeitete Kohlenhydrate sind bei der Diät vor zu ziehen. Sie enthalten viele Ballaststoffe und der Körper muss viel Aufwand betreiben um sie aufzuspalten. Also sind Vollkornprodukte den Produkten aus einfachem Mehl vorzuziehen. Auch steigt der Blutzuckerspiegel hier nicht rasant an.

Wählt man raffinierten Zucker der einen Raffinierungsprozess durchlaufen hat und in vielen verarbeiteten Produkten vorhanden ist, kommt es zu einem schnellen Anstieg des Insulinspiegels. Denn hier wurden Ballaststoffe entfernt und ungesunde Kohlenhydrate erzeugt die der Körper besonder schnell und einfach verwerten kann. Dieser kann sich leichter im Blut ansammeln und behindert die Stoffwechselrate. Mit einer hohen Insulinrate im Blut setzt auch die Fettverbrennung aus und das Abnehmen wird verhindert.

Wer viel einfachen Zucker verzehrt nimmt somit zu und kann auch an Diabetes vom Typ 2 erkranken. Aber auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen können durch ihn bedingt werden.

Der industrielle Zucker hat weniger Ballaststoffe und weniger Antioxidantien als natürliche Zucker. Wer im Schlaf abnehmen möchte muss sich also genau mit der eigenen Ernährung auseinander setzen.

Was man wann am besten essen sollte

Kalorienfreies Wasser hemmt den Hunger bei einer Diät.
Kalorienfreies Wasser hemmt den Hunger bei einer Diät.

Am Morgen machen Kohlenhydrate Sinn, da der Körper hier viel Energie für den Tag, die Arbeit etc. braucht. Man sollte stets natürliche Produkte vorziehen wie Müsli, Vollkornbrot, Haferflocken, Früchte etc.

Am Mittag sollte man auch vermehrt Eiweiße zu sich nehmen wie mit fettarmen Fleisch, Fisch, Eiern Ballaststoffe mit Gemüse. Als Kohlenhydrate eigenen sich Kartoffeln, Bohnen, Getreide, Nüsse. Sie enthalten zudem auch Mineralstoffe, Proteine und Vitamine.

Am Abend sollten Kohlenhydrate eine geringe Rolle spielen und man isst vor allem Proteine aus Eiern, Milchprodukten Fisch oder Fleisch. Auch sollte man nicht fettreich essen und auf gesunde Fette achten wie aus Pflanzenölen oder Fisch wie Lachs, Hering, Makrele, Nüssen etc. Ebenso sind Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren wichtig. Sie helfen dabei den Stoffwechsel auf Trab zu bringen.

Man trinkt vor allem Wasser, ungesüßten Tee und Kaffee und keine Softdrinks, Limonaden und Säfte nur als Schorle.

Diabetiker haben eine Insulinstörung und sollten daher auf eine Insulin-Trennkost verzichten. Gleiches gilt auch für Personen mit einer Nierenerkrankung. Denn es kann zu gesundheitlichen Problemen kommen wenn Diabetiker und Personen mit einer Niereninsuffizienz wenig Insulin ausschütten durch die Ernährung bzw. Eiweiß am Mittag und Abend zu sich nehmen.

Generell sollte man auch Sporttreiben bzw. sie vermehrt bewegen und darauf achten ein Kaloriendefizit aufzubauen. Man verbrennt also mehr Kalorien als man zu sich nimmt. Hier kann auch Muskelaufbau dabei helfen den Grundumsatz zu erhöhen.

Bei der Auswahl der Lebensmittel gilt es bewusst gesund zu essen und möglich natürlich. Keine Fertigprodukte wählen und selbst kochen. Und wenn dann eher eingefrorene Gemüse sowie Reispfannen.

Kommt es zu Heißhunger darf man keine Snacks zu sich nehme, sondern lieber einen Salat ohne Dressing oder ein großes Glas kalorienfreies Wasser.

Wer Kaugummi kaut kann auch das Hungergefühl unterdrücken.

Steigt ein Hungergefühl auf kann es auch hilfreich sein Mandeln langsam zu zerkauen oder durch Quellstoffe wie Leinsamen den Magen kalorienarm zu füllen.

Anstelle von Chips macht man sich Gemüsesticks oder kauft fettreduzierte.

Aus in Scheiben geschnittenem Gemüse kann man mit etwas Pflanzenöl, Salz und Kräutern wie Pfeffer, Paprika, Thymian oder Rosmarin auf einem Backblech bei 150 °C für 40 Minuten lang im Ofen auf einem Backblech Veggie-Chips selbst herstellen. Man kann hier gut Möhren als Gemüse nutzen oder Rettich, Rote Beete, Wirsing, Grünkohl, wichtig ist es die verdampfte Feuchtigkeit aus dem Ofen zu lüften beim Backen damit die Chips knusprig werden.

Wichtig ist es dauerhaft die Ernährung und den Lebensstil umzustellen. Auch sollte man Esspausen einhalten. Legt man 5 Stunden Pause zwischen den Mahlzeiten an, dann können die Fettverbrennung und der Stoffwechsel richtig auf Touren können.

Das Abnehmen im Schlaf erfordert somit mehr Disziplin als man zunächst vermuten könnte.

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