Hoodia-Diät

Hoodia-Diät

Die Hoodia-Diät nutzt den Wirkstoff der Hoodia-Pflanze die jedoch keine Kakteenart ist.
Die Hoodia-Diät nutzt den Wirkstoff der Hoodia-Pflanze die jedoch keine Kakteenart ist.

Bei der Hoodia-Diät nutzt man eine sukkulente Pflanze, das Seidenpflanzengewächs Hoodia, ihr lateinischer Name lautet „hoodia gordonii“. Dabei verwechselt man die Pflanze häufig mit einer Kakteenart. Ursprünglich stammt die Hoodia-Pflanze aus der afrikanischen Kalahari-Wüste.

Aufgrund von Wassermangel wächst die Pflanze in Wüste nur sehr langsam und steht unter Artenschutz.

Die Pflanze wird auch als „Kowa“ und „Xhoba“ in der Landessprache bezeichnet und gilt somit als Aas-Pflanze. Diese liegt darin, dass die Blüten des Hoodia einen strengen Geruch nach verwesendem Fleisch ausströmen.

Schon die Urvölker wie die Buschmänner in Afrika aßen die Pflanze um den Hunger zu bändigen. Ähnlich wie man Guarana als Hunger- und Dursthemmer bei den Urvölkern des Amazonas nutzte.

Man unterscheidet gut 20 Unterarten der Hoodia.

Wie wirkt die Hoodia-Pflanze?

Die Hoodia-Pflanze wächst in Wüstenregionen.
Die Hoodia-Pflanze wächst in Wüstenregionen.

Gerade im Internet werden häufig Diätprodukte auf Basis von Hoodia angeboten.

Im Jahr 1996 wurde der Wirkstoff der Pflanze, das P57AS3 (P57) erstmalig extrahiert und als pharmazeutischer Appetithemmer verkauft. Dabei wirkt der Wirkstoff Steroidglykosid indem er dem Hirn eine Erhöhung des Blutzuckerspiegels vortäuscht. So ist das Verlangen nach Zucker und Kalorien deutlich geringer, da der Körper davon ausgeht genug Energiereserven in der Blutbahn hat.

Bestellt man Präparate aus dem Internet handelt es sich häufig um Plagiate bzw. enthalten diese gar nicht den Wirkstoff P57. Hier gilt daher besondere Vorsicht walten zu lassen.

Gerade da die Pflanze sehr selten ist und unter Artenschutz steht befindet sie sich selten tatsächlich in den vermeintlichen Hoodia-Präparaten.

Neben der Verwendung zu einer Diät war der Wirkstoff daher auch zur Behandlung von Diabetes vorgesehen. Allerdings wird der Wirkstoff noch immer erforscht und nicht für die Behandlung von Diabetes verwendet. Auch sind mögliche Nebenwirkungen nicht endgültig erforscht.

Problematisch ist auch, dass nicht der Hunger gehemmt wird durch die Hoodia-Pflanze, sondern auch der Durst. So kann es in Folge von mangelnder Flüssigkeitsaufnahme zu einer Dehydrierung kommen.

Schreibe einen Kommentar