Hypertonie

Hypertonie

Bluthochdruck sollte regelmäßig gemessen werden bzw. medikamentös behandelt werden.

Bluthochdruck sollte regelmäßig gemessen werden bzw. medikamentös behandelt werden.

Hypertonie oder auch Hypertension, Hypertonus leitet sich aus dem Altgriechischem hyper, also über und tonos für Spannung ab und beschreibt in der Medizin eine Erhöhung des Drucks bzw. einer Spannun über die Norm hinaus. So gibt es einen erhöhten Spannungszustand in der Muskulatur wie bei einem extrapyramidalmotorischem System, einem erhöhtem Druck in den Blutgefäßen oder einen erhöhten Hirndruck.

Der erhöhte Druck in den Blutgefäßen kann ein Bluthochdruck sein, in den Schlagadern, den Arterien des Körperkreislaufs spricht man von einer arteriellen Hypertonie bei Blutdruckwerten von 140 bis 160 systolisch und 90 bis 95 mmHg diastolisch.

Eine pulmonal-arterielle Hypertonie, pulmonale Hypertonie, PAH, PHT beschreibt hohen Blutdruck im Lungenkreislauf, den Arterien vom Herzen hin zu den Lungenflügeln.

Die portale Hypertension bezeichnet einen erhöhten Druck in der Pfortader.

Das Gegenteil einer Hypertonie, wird als Hypotonie bezeichnet und bezieht sich meist auf den Blutdruck.

Der Welt-Hypertonie-Tag ist der 17. Mail. Häufig wird jedoch auch der Blutdruck falsch gemessen. Liegt eine Bluthochdruck vor so sollte der Blutdruck regelmäßig gemessen werden.

Da viele Menschen beim Arzt nervös werden steigt der Blutdruck dort mehr an als bei einer Messung zu Hause, man spricht von einer Weißkittele ekt. So kann es passieren, dass Medikamente unnötig beschrieben werden. Etwa 20 % der erhöhten Messungen sind auf diese Anspannungen zurück zu führen. Eine neutrale Messung sollte daher in entspannter Umgebung, zu Hause durchgeführt werden. Aber auch hier gilt es Messfehler zu vermeiden.

Sympathisches Nervensystem

Übergewicht kann zu Bluthochdruck führen.

Übergewicht kann zu Bluthochdruck führen.

Bei Übergewicht wird der Blutdruck durch Botenstoffe wie Insulin beeinflusst, die Blutgefäße verlieren an Elastizität und auch die Niere kann die Blutdruckregulation nicht mehr richtig beeinflussen. Im Normalfall erhöht sich bei Sauerstoffbedarf die Herzfrequenz und das Schlagvolumen und der periphere Widerstand in den Gefäßen. So wird ein krankhafter Blutdruckanstieg vermieden. Dieser ausgleichende Mechanismus funktioniert bei einem Übergewicht nicht mehr richtig und der Blutdruck steigt.

Insulin und das sympathische Nervensystem, als Teil des vegetativen Nervensystems sind bei dem erhöhten Blutdruck beteiligt. Es kann zu einer Insulinresistenz und Diabetes vom Typ II kommen. Steigt das sympathische Nervensystem SNS so wird mehr Energie bereitgestellt und das Renin-Angiotension-Aldostern-System (RAAS) aktiviert und so weniger Flüssigkeit ausgeschieden, der Blutdruck erhöht sich so in den Blutgefäßen. Das Hormon Leptin, das Sättigungshormon wird von den Fettzellen produziert und stimuliert ähnlich wie Insulin das sympathische Nervensystem und kann so den Blutdruck erhöhen. Je größer die Menge an Fett ist, umso höher ist auch der Spiegel an Leptin.

Eine gesunde Ernährung und reduziertes Körpergewicht kann so den Blutdruck senken, auch ausreichend Bewegung und Sport sind wichtig.

Fehler bei der Blutdruckmessung

Wer sich hingegen beim Arzt entspannen kann, kann mitunter auch einen niedrigen Wert haben als zu Hause, man spricht dann von einer maskierten Hypertonie. So sind gut 20 % der Messungen beim Arzt zu niedrig.

Wichtig ist eine längerfristige Messung und nicht nur eine punktuelle wie beim Arztbesuch.

Beim Messen des Blutdrucks gilt es Fehler zu vermeiden.

Beim Messen des Blutdrucks gilt es Fehler zu vermeiden.

Typische Fehler bei der Blutdruckmessung sind:

  • Das man durch Kaffee, schwarzen Tee etc. also Koffein die Blutdruckmesswerte verfälscht. Man sollte Koffein erst nach der Messung trinken.
  • Weiterhin muss man bei der Messung den Arm ruhig halten und die Hand nicht bewegen. Auch darf man den Körper nicht verspannen. Die Füße müssen auf dem Boden stehen und der Rücken sollte an einen Stuhl angelehnt werden und man sollte nicht sprechen oder sich von Geräuschen ablenken lassen.
  • Auch sollte man in einer entspannten Phase messen, also gut 30 Minuten lang nach einer körperlichen oder seelischen Belastung
  • Auf einen dicken Pullover etc sollte man verzichten, schiebt man die Kleidung hoch kann es zu einem Blutstau kommen, der die Messwerte verfälscht.
  • Man sollte nur die originalen Manschetten für das Blutdruckmessgerät vom Hersteller nutzen.
  • Bei einer Handgelenkmessung muss der Arm auf der Höhe des Herzen gehalten werden, die Werte sind sonst zu hoch oder niedrig. Man stützt also den Ellenbogen auf einem Tisch ab oder einer entsprechenden Unterlage.
  • Zeigt das Display des Gerätes Error an oder eine Arrhythmie-Warnung so kann ein unregelmäßiger Herzschlag vorliegen, den man beim Arzt checken lassen sollte.
  • Das Geräte sollte ein Prüfsiegel der Deutschen Hochdruckliga e.V. tragen und geeicht sein.

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