Bandscheibe

Bandscheibe

Bei einem Bandscheibenvorfall kann eine Operation nötig werden.
Bei einem Bandscheibenvorfall kann eine Operation nötig werden.

Die Bandscheibe, lateinisch Discus intervertebralis ist eine faserknroplige, flexible Verbindung zwischen den Wirbeln.

Sie zählt zu den knorpligen Knochenverbindungen den sogenannten Symphyse. Sie ist ähnlich der Schambeinfuge. Man unterscheidet zwischen fasterknorpligen Zwischenscheiben und echten Gelenken. Die menschliche Wirbelsäule umfasst 23 Bandscheiben. Bei anderen Säugetieren variiert sie. Der Mensch hat so 24 freie Wirbel.

Zwischen dem ersten Halswirbel (Atlas) und dem Schädel und dem ersten und zweiten Halswirbel (Axis) gibt es keine Bandscheiben.

Bandscheiben umfassen 25 % der gesamten Längen der Wirbelsäule.

Die Bandscheiben bestehen aus 2 Teilen, dem äußeren Anulus fibrosus (Faserring) und dem inneren Nucleus poulposus (Gallertkern) einem zellarmen gallertiges Gewebe mit 85 % Wasseranteil. Da der Wasseranteil von morgens bis abends stark schwankt verliert jede Bandscheibe ca. 1 mm an Höhe im Verlauf des Tages. So ist man abends im Schnitt knapp 2,5 cm kleiner als morgens. In der Nacht füllen sich die Bandscheiben wieder mit Flüssigkeit, so dass man morgens am Größten ist.

Kommt es zu einem Riss im Puffer des Rückrates sind starke Schmerzen die Folge. Das flexible Rückrat schützt das Knochenmark und wird von Muskeln, Sehnen und Bändern in ihrer Funktionalität unterstützt.

An der Wirbelsäule unterscheidet man von oben nach unten folgende 5 Bereiche: Halswirbelsäule (HWS), Brustwirbelsäule (BWS), Lendenwirbelsäule (LWS), Kreuzbein und Steißbein

Wichtig ist es im Alltag die Bandscheiben zu schützen. So sollte man beispielsweise beim Heben von schweren Dingen wie Kästen in die Knie gehen und den Rücken nicht beugen. Die Kraft kommt hier aus den Oberschenkeln.

Wie man die Bandscheiben schonen kann

Die menschliche Wirbelsäule umfasst 23 Bandscheiben.
Die menschliche Wirbelsäule umfasst 23 Bandscheiben und 24 frei Wirbel.

Ebenso sollte man beim Sitzen vor dem Bildschirm etc. den Kopf aufrecht halten, damit der Nacken nicht verspannt. Durch Bewegung bleiben die Bandscheiben in Form und geschmeidig. Durch den richtigen Umgang mit der Wirbelsäule können Bandscheibenvorfälle und komplizierte Operationen vermieden werden.

Wird der Kopf nicht aufrecht gehalten beim Ablesen von Handy erfolgt ein starkes Zugewicht durch den Kopf auf den Nacken. Bei einem Neigungswinkel von 0 ° beträgt er 4 bis 5 kg, bei 15 °C schon 12 kg, bei 45 ° ganze 22 kg und bei 60 °C sogar 27 kg. Beschwerden im Nacken werden daher auch als „Handy-Nacken“ bezeichnet. So wird nicht nur der Daumen, sondern auch der Nacken stark bei der Smartphone-Nutzung beansprucht und kann zu Schmerzen führen.

Auch Entspannungen sind wichtig, so können Anspannungen gelöst werden und das Gehirn wird weniger anfällig für Schmerzreize, hier bieten sich autogenes Training, Qigong oder progressive Muskelrelaxtion an.

Beim Trainieren gilt es Übungen richtig auszuführen und Schmerzen zu vermeiden. Hier können weiche Unterlagen unter dem Rücken helfen, die Vermeidung eines Hohlkreuzes beim Trainieren etc.

Kommt es zu Schmerzen die nicht abklingen gilt es frühzeitig einen Arzt/Orthophäden aufzusuchen, um eine Verschlimmerung der Schmerzen zu vermeiden.

Treten Schmerzen am Rücken auf ohne weitere Beschwerden liegen häufig auch nur Verspannungen vor. Hier gelt es sich schonend weiterhin belastet werden. Kann ihnen der Arzt nicht weiterhelfen so sollte man einen anderen aufsuchen und eine 2. Meinung.

Bei starken Schmerzen sollte man jedoch auf ein weiteres Training verzichten und pausieren.

Gut trainierte Rückenmuskulatur hilft dabei die Bandscheiben zu schützen und Bewegungsabläufe schonend auszuführen.

Sanfte Übungen und Bewegungsabläufe beim Sport sind ebenfalls wichtig. Auch Yoga, Pilates oder Tai Chi sollte man mit in den Trainingsplan integrieren.

Falsche Haltungen beim Sitzen, beim Sport sollte man mit geschultem Auge zu erkennen lernen.

Auch beim Schlafen gilt auf eine gute Matratze und Lattenrost zu achten. Wer sich falsch bettet kann ebenfalls Schmerzen an der Wirbelsäule erleiden.

Wichtig ist es die genauen Ursachen der Schmerzen zu ermitteln und zu eliminieren. Sind die Schmerzen länger als 3 Monate lang anhaltend spricht man von chronischen Schmerzen. Die Behandlung von Schmerzen ist sehr langfristig, man sollte also geduldig sein, bis man erste Erfolge und Linderung der Schmerzen erwarten kann.

Depressionen und Stress können genauso wie falsche Bewegungsabläufe zu Schmerzen und Problemen führen. Bewegungsabläufe die zu Schmerzen führen sollten gemieden werden.

Treten akute Entzündungen auf so hilft es Kälte in den ersten Tagen anzuwenden in Form von Kältesprays, Kühlpads, Eispack etc. Wärme in Form von Pflastern, Salben kann hingegen gegen Muskelverspannungen helfen.

Je nach Beschwerde können Röntgenaufnahmen, MRT etc. sinnvoll sein um nach der Ursache zu suchen.

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