Magen-Bypass

Magen-Bypass

Bei einem Magen-Bypass wird der Dünndarm verkürzt und das Magenvolumen verkleinert.
Bei einem Magen-Bypass wird der Dünndarm verkürzt und das Magenvolumen verkleinert.

Ein Magen-Bypass kann als drastische operative Maßnahme ergriffen werden bei Übergewicht. Man spricht hier auch von der Technik des „Roux-en-Y-Magenbypass“ und verkleinert wie bei einer Gastroplastik den Magen.

Der Dünndarm wird verkürzt so, können vom Körper nur weniger Nährstoffe aufgenommen werden. Angewendet wird ein Magen-Bypass nur bei einem sehr starkem BMI von über 50. Der Eingriff ist nämlich nur bedingt rückgängig (reversibel) zu machen.

Durch eine Dünndarmschlinge wird ein kleiner Teil des Magens abgebunden und so vom größeren Anteil des Magens abgetrennt.

So gelangt die aufgenommen Nahrung vom Vormagen sofort in den Dünndarm. Auf diese Weise umgeht man man einen Teil vom Verdauungstrakt und verhindert so die Aufnahme der kompletten Nahrung und verringert die tägliche Kalorienbilanz künstlich, so als ob man weniger essen würde.

Denn je kürzer der Dünndarm ist umso schneller verliert man an Gewicht und kann die Nahrung schlechter aufnehmen.

Nicht zu unterschätzen sind jedoch mögliche Nebenwirkungen bei diesem chirurgischen Eingriff. Man greift hier massiv in das Essverhalten ein was auch zu Übelkeit und Erbrechen führen kann. Gerade wenn man mit einem Magen-Bypass zu schnell und viel ist besteht die Gefahr des Erbrechens.

Auch kann es zu einem Dumping-Syndrom kommen wenn man Zucker in Form von Süßigkeiten und Softdrinks zu sich nimmt

Dumping–Syndrom

Bei einem Magen-Bypass wird die Verdauung, auf Englisch digestion, massiv und dauerhaft verändert.
Bei einem Magen-Bypass wird die Verdauung, auf Englisch digestion, massiv und dauerhaft verändert.

Das Dumping-Syndrom kann auftreten wenn ein Teil des Magens entfernt wurde. Es kann hier zu Beschwerden wie Herzasen, Schweißausbruch, Völlegefühl, Durchfall und Erbrechen kommen nach dem man was gegessen hat.

Danach kommt es zu einer Unterzuckerung die zu Schwächegefühl und Schwindel führen kann.

Aufgrund der vielen Nebenwirkungen und Risiken sollte ein derartiger Eingriff erst ab einer Fettsucht, Adipositas ab einem BMI > 40 in Betracht gezogen werden.

Erst wenn das Risiko des Übergewichtes größer ist als das der Operation wird der Eingriff durchgeführt.

Man verändert hierbei den natürlichen Weg der Verdauung und bleibt dauerhaft in ärztlicher Betreuung. So das Ärzte und Krankenkassen erst zu diesem Mittel greifen, wenn andere Wege versagen.

Liegt der BMI unter 30 tragen die Krankenkassen auch die Kosten eines Magen-Bypasses nicht.

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